[Rezension] Stephen King - Basar der Bösen Träume | Kurzgeschichtensammlung


 



Titel: Basar der bösen Träume
Autor: Stephen King
Preis: 22,99 €
Seiten: 768 Seiten
Format: gebunden
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 18. Januar 2016





"Basar der bösen Träume" umfasst 20 Kurzgeschichten, überwiegend aus den Genres Horror / Psychothriller, jeweils mit einer Anmerkung des Autors davor. Teils wurden die Geschichten schon z.B. in Zeitschriften abgedruckt oder als eBooks veröffentlicht, teils sind sie bisher noch unveröffentlicht.

- Raststätte Mile 81
- Premium Harmony
- Batman und Robin haben einen Disput
- Die Düne
- Böser kleiner Junge
- Ein Tod
- Die Knochenkirche
- Moral
- Leben nach dem Tod
- Ur
- Herman Wouk lebt noch
- Ein bisschen angeschlagen
- Blockade Billy
- Mister Sahneschnitte
- Tommy
- Der kleine grüne Gott der Qual
- Jener Bus ist eine andere Welt
- Nachrufe
- Feurwerksrausch
- Sommerdonner
 
"Basar der bösen Träume" beinhaltet relativ vielseitige Geschichten, welche aber auch von der Qualität her sehr schwanken. Wenige sind purer Horror, manche eher nachdenklich oder gehen Richtung Psychothriller oder Mystery, andere sind einfach nur Erzählungen. Spannende und öde Geschichten wechseln sich ab. "Die Knochenkirche" sticht dann nochmal völlig heraus, denn diese als Gedicht erzählte Geschichte konnte eher gar nicht nachvollziehen.

Sehr gut gefallen hat mir beispielsweise "Ur", wo es um einen E-Reader geht, der versteckte Menüpunkte hat, mit denen man Nachrichten aus der Zukunft verschiedener Realitäten aufrufen kann. Auch "Raststätte Mile 81" und "böser kleiner Junge", welche eindeutig dem Horrorgenre zuzuordnen sind, haben ganz meinen Geschmack getroffen

Es gab auch einige mittelmäßigere, nicht ganz so überraschende  Geschichten, die ich gerne gelesen habe, z.B. "Die Düne" und "Ein bisschen angeschlagen".

Bei anderen dagegen war ich aber auch sehr froh, als sie vorbei waren, weil ich sie einfach nur extrem langweilig fand. Regelrecht gequält habe ich mich mit "Blockade Billy". Von der knapp über 60 Seiten umfassenden Geschichte habe ich gerade mal die ersten zehn Seiten wirklich gelesen, sowie die letzten zwei bis drei. Den ganzen Rest dazwischen habe ich nur schnell auf Stichworte überflogen, die nichts mit Baseball zu tun haben. Seitenlange Schilderungen über Baseballspiele - das brauch ich nicht. King ist ja bekanntlich ein großer Baseball-Fan und natürlich darf der Autor schreiben, über was er möchte, aber bei deutschen Lesern werden diese Schilderungen wohl überwiegend keinen Anklang finden.

Sehr schön fand ich die Vorworte des Autors zu den Kurzgeschichten, welche nochmal tiefere Einblicke in die Entstehung oder die Gedanken hinter der Geschichte geben.


Insgesamt ist diese Kurzgeschichtensammlung sehr durchwachsen. Nur wenige Geschichten haben mir sehr gut gefallen. Die meisten haben mich eher nicht so mitgerissen und bei manchen sehe ich sogar gänzlich keinen Sinn dahinter. Die besseren wurden überwiegend schon veröffentlicht und die, bei denen das bisher noch nicht so war, wurden meiner Meinung nach zum größten Teil zu recht zurückgehalten.
Kein Vergleich mit den (sehr) alten Kurzgeschichtensammlungen von King, wo einen jede Geschichte gepackt hat. Meine Empfehlung: Wenn man die guten Geschichten schon kennt, eher nicht kaufen. Der Rest lohnt sich eher weniger.




Kommentare:

  1. Hm, schade, ich hab mich schon gefreut, etwas Neues zu entdecken, aber das klingt ja eher unbegeistert... dann lieber mal nach einer einzelnen als ebook gucken =/
    Love, Héloise
    Et Omnia Vanitas

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  2. Ave,
    das Baseball-Problem kommt mir nur zu bekannt vor. Zwar habe ich "Basar der bösen Traume" (noch) nicht gelesen, aber in "Das Mädchen" ist es ja ähnlich und hat mich da schon zur genüge gestört.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Seitenfetzer

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