[Rezension] Alexander Burger - Mein Reich komme | Cyber-Thriller






Titel: Mein Reich komme
Autor: Alexander Burger
Preis: 6.99 €
Seiten: 480 Seiten
Format: eBook
Verlag: Digital Publishers
Erscheinungsdatum: 11. Dezember 2015









"Stuttgart, Dezember 2015. Mark van Groth arbeitet als verdeckter Ermittler beim Landeskriminalamt. Während eines Einsatzes muss er mit ansehen, wie ein Freund bei einem Schusswechsel getötet wird. Tief traumatisiert lässt er sich auf eine ruhige Landdienststelle versetzen.
Doch als es in der Kleinstadt zu einer grausamen Mordserie kommt, stoßen die Ermittler am Tatort auf einen Cyberhelm – Teil eines streng geheimen Forschungsprojektes einer Software-Entwicklungsfirma. Noch ahnt Mark nicht, dass ihn die Ermittlungen in die Untiefen der Computerkriminalität führen werden, an deren Ende er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen muss."


In seinem Debütroman behandelt Alexander Burger ein brandaktuelles Thema: Virtuelle Realität.
Doch zunächst einmal befinden wir uns am Schauplatz eines grausamen Verbrechens. Ein Ehepaar wurde brutal ermordert und verstümmelt. Der Täter hat Hinweise hinterlassen. Ein Rätsel, dass darauf schließen lässt, dass es weitere Opfer geben wird. Am Tatort findet der Ermittler Mark von Groth etliche technische Spielereien, unter anderem einen sogenannten Cyberhelm. Das ist ein Helm, der verwendet wird, um eine sehr reale visuelle und akustische Darstellung bei Computerspielen zu erzeugen. Man kann damit seine virtuelle Umgebung in 3D wahrnehmen. Die eigenen Kopfbewegungen beeinflussen dabei die Perspektive.

Auch wenn der Cyberhelm vorerst nebensächlich erscheint, lässt von Groth nicht locker. Es handelt sich immerhin um einen Gegenstand von enormem Wert. Noch dazu um einen streng geheimen Prototypen. Schnell wird klar, dass sich der Thriller noch weiter um dieses Gerät und die damit betretbare virtuelle Welt "'Tencity" drehen wird.

Der gesamte Plot wirkt sehr überzeugend. Weder zu vorhersehbar, noch zu verwirrend. Alle Figuren sind authentisch und sympathisch. Lustig, ernst, nachdenklich ... einfach vielseitig. Die polizeiliche Ermittlung kam immer sehr peppig und interessant rüber, keineswegs trocken.
Man merkt, dass der Autor Erfahrung in den in diesem Buch behandelten Themen und Tätigkeiten hat. Er hat bei der Kriminalpolizei schon mit Computerkriminalität, Drogenfahndung und der Mordkommission zu tun gehabt. Die Erkenntnisse aus seiner langjährigen Arbeit bei der Polizei fließen eindeutig auf sehr positive Weise mit in diesen Roman ein. 

In dem durchgehend spannenden Roman ist auch etwas Kritik versteckt. An Mark van Groth wird beeindruckend demonstriert, welche Auswirkung die virtuelle Welt haben kann. Nach seiner ersten Benutzung des Cyberhelms, die nicht ausschließlich beruflicher Natur, sondern auch von viel persönlicher Neugier begleitet war, kreisten seine Gedanken erstmal nur noch um die virtuelle Realtität. Er war nicht mehr ansprechbar. Wenig später schlich er sich sogar heimlich ins Büro, um den Helm nochmal benutzen zu können."Tencitiy" (und jede andere virtuelle Welt) ist nicht nur eine perfekte Nachbildung der Realität. Es ist noch viel mehr möglich, was in der realen Welt nicht geht - man kann sich den persönlichen Wunschcharakter erstellen, dass perfekte Leben aufbauen und dort mit Gedankenkraft Dinge schaffen, die sonst nicht möglich wären. Durch die optimale Darstellung mit einem hochentwickelten Cyberhelm wird das zu einem ganz besonderen Erlebnis - und zu einer Sucht.

Von diesem Buch war ich insgesamt wirklich positiv überrascht. Ich habe spannende Lesestunden damit verbracht und mich sehr gut unterhalten gefühlt. Daumen hoch!




Anmerkung: Rezensionsexemplar - vielen Dank!

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