[Rezension] Wrath James White - Schänderblut

 





Titel: Schänderblut
Autor: Wrath James White
Preis: 13.95€
Seiten: 336 Seiten
Format: Taschenbuch
Verlag: Festa Verlag
Erscheinungsdatum: 19. Juni 2013






Der Student Joseph (Joe) Miles wurde in seiner Kindheit entführt und gefoltert. Als sich nun ein unbändiger Drang in ihm breitmacht, Menschen bei lebendigem Leib zu verschlingen, ist er sich sicher, dass ihn sein Entführer mit einem Virus angesteckt hat, das dieses Verlangen auslöst. Verzweifelt macht er sich auf die Suche nach einer Heilung. Alicia, die Frau, die er über alles liebt, fürchtet auf dieser Reise um ihr Leben. Denn Joe kann sich immer weniger beherrschen...


Schänderblut ist ein kurzweiliger, brutaler Horrorthriller, für den man nicht zu zimperlich sein sollte, da Kannibalismus eine sehr große Rolle spielt. Mehr als einmal wird ausführlich beschrieben, wie Joe über Menschen herfällt und ihnen diverse Fleischstücke ausreißt und genüßlich darauf herumkaut oder sie komplett zerstückelt, während sie noch Leben.

Thematisch zieht sich Joes Überzeugung durch das Buch, dass er durch einen Virus zum Kannibalen wird, mit dem er in seiner Kindheit angesteckt wurde. Die Idee ist gut umgesetzt und wird nicht zu schnell abgehandelt. Tatsächlich hangelt sich das Buch komplett daran entlang. Fand ich gut, dass man nicht nur von einer Splatter-Szene zur nächsten gewandert ist, sondern das auch was dahintersteckt. Wie bei fast jedem Horrorbuch sollte man aber trotzdem keine total ausgeklügelte, anspruchsvolle Erzählung erwarten- Das ist das Buch dann nun doch nicht.

Joes persönliche Entwicklung war beeindruckend mitzuerleben. Zunächst hat er wie versessen in der Bibliothek gearbeitet, um möglichst viel über Serienmörder, Werwölfe und andere mystische Wesen herauszufinden, in der Hoffnung, dort auf eine Heilmöglichkeit zu stoßen. Während er zunächst vorsichtig in entsprechenden Fachvorlesungen um Informationen gebeten hat, wird er im Verlauf des Buches immer drängender und unbeherrschter, bis er sein Verlangen gar nicht mehr zurückhalten kann. Endlich mal wieder ein Charakter, den ich nicht total blöd fand.

Die Geschichte läuft unbeirrbar und zielstrebig auf den Höhepunkt zu. Das Gewaltpotential wird dabei immer ausufernder. Am Ende gabs doch nochmal eine kleine unerwartete Erweiterung, ganz zufrieden bin ich aber mit den letzten Paar Seiten nicht. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht muss ich das erstmal "verdauen".

Nur für Fans dieses Genres. Mir hats getaugt. Durchgehend spannend und blutig, ohne total übertrieben zu wirken.






Kommentare:

  1. Das war ja genau das richtige für dich! :D
    Ich komme langsam zu der Überzeugung, dass diese Bücher nichts für mich sind - ich glaube, so ein subtiler Psychothriller wäre da eher was ^^

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  2. Hallo,
    ja das kann durchaus sein, sowas muss man halt mögen. Solchen Büchern mangelt es meistens an Tiefgründigkeit und einem durchgängig interessanten Handlungsstrang. Oder überhaupt an etwas, was man als Handlung bezeichnen kann.

    Viele Grüße zurück!

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  3. Da ist die Rezi ja! Klingt ganz interessant, aber ich bin mir nicht sicher ob das Buch was für mich ist. Ich hab es trotzdem mal auf meine Wunschliste gesetzt! :)

    Liebe Grüße

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