[Rezension] Stephen King - The wind through the keyhole (dt. "Wind")





Titel: the wind through the keyhole
Autor: Stephen King
Preis: 7.99$ / 7.20€
Seiten: 311 Seiten
Format: Taschenbuch
Verlag: Scribner International
Erscheinungsdatum: Februar 2013

Auf ihrer Reise wird die Gruppe (Ka-Tet) des Revolvermanns Roland von einem Stoßwind überrascht. Der Stoßwind ist ein plötzlich auftretender, sehr heftiger Sturm. Die Temperatur sinkt dabei sehr schnell auf tödliche Minusgrade. Sie verschanzen sich zum Schutz vor der Kälte und dem Wind in einer alten Ruine. Um die Zeit zu überbrücken, beginnt Roland, eine Geschichte aus seiner Jugend zu erzählen. 

Der junge Revolvermann wurde einst mit seinem Gefährten Jamie DeCurry in die abgelegene Stadt Debaria beordert. Dort soll ein Fellmann umgehen - ein Mensch, dersich in verschiedene Tiere verwandeln kann. In seiner Tiergestalt tötet er etliche der Bewohner. Doch bei seinem letzten Angriff gibt es einen Zeugen, der das Gemetzel überlebt hat: Bill Streeter. Dieser Bursche, dessen Vater vom Fellmann getötet wurde, soll helfen, den Verantwortlichen zu identifizieren. Um ihn vor seiner Aufgabe, während sie noch warten müssen, zu beruhigen erzählt auch ihm Roland eine Geschichte.

Nämlich die Geschichte vom furchtlosen Tim Ross. Nach dem Tod seines Vaters heiratet Nell Ross, die Mutter des Jungen, einen guten Bekannten, der sich allerdings als trinkfreudig und aggressiv herausstellt. Nachdem der neue Ehemann Nell fast totgeprügelt und sich dann aus dem Staub gemacht hat, wird Tim von einem unheimlichen Zöllner auf eine gefährliche Reise geschickt. Er soll ein Heilmittel gegen die Beschwerden seiner Mutter finden, wenn er nur tief genug in den Wald und Sumpf eindringt, der das Dorf Tree umgibt. Gleichzeitig ist es auch eine Suche nach dem Mörder seines Vaters.



"The wind through the keyhole" (deutscher Titel: "Wind") ist ein Roman, der zu Stephen King's Dunkler-Turm-Zyklus gehört. Er ist der neueste Band der Reihe, spielt aber zwischen Teil 4 und 5. Im Vorwort werden einige wichtige Schlüsselbegriffe erklärt. Damit kann "Wind" auch gut verstanden werden, wenn man die anderen Teile nicht gelesen hat. Leider ist der Roman noch weniger an den eigentlichen Zyklus angeknüpft, als ich eh schon befürchtet habe. Er beinhaltet zwei Geschichten, von denen eine nur sehr wenig mit der Erzählung um den Revolvermann Roland und seine Gefährten zu tun hat und keine neuen Erkenntnisse oder Geheimnisse um das Ka-Tet enthält. Die andere kommt viel zu kurz.

King beginnt damit, wie das Ka-Tet vom Stoßwind überrascht wird. Die Geschichte aus den Jugendzeiten des Revolvermanns hat mich anfangs sehr interessiert. Der Fellmann machte einen unbändigen, gefährlichen Eindruck und ich hätte davon gerne mehr gelesen. Als es spannend wird, driftet der Rückblick ab zum Märchen um Tim Ross.

Der Fokus dieses Romans liegt definitiv auf dem Abenteuer des jungen Tim mit dem Titel "the wind through the keyhole". Diese Geschichte wird ausführlichst erzählt und ist auch nicht uninteressant.  Mit dem Der-Dunkle-Turm-Zyklus hat sie aber wenig zu tun. Die Hauptcharaktere kommen darin natürlich nicht vor, das ein oder andere Element zwar schon, aber insgesamt kann ich keinen Mehrwert aus der Geschichte ziehen in Hinblick aufs Verständnis der ganzen Reihe.

Als diese Geschichte beendet ist, kommt man wieder zurück zum Fellmann in Debaria. Dieser Part ist dann ziemlich schnell vorbei. Die Auflösung, wer denn nun der Übeltäter ist, wirkt lieblos hingeschrieben und ist extrem einfach. Schade, denn ich hätte schon gerne mehr darüber gelesen, wie sich der Protagonist in jungen Jahren denn so verhielt, was er durchgemacht hat und wie ihn das nachhaltig beeinflusst und verändert hat. Es ist schön, mal wieder mit dem Ka-Tet unterwegs zu sein, aber eine vollwertige Ergänzung zum bestehenden Zyklus ist "Wind" nicht.

Die 3-in-1-Idee des Romans ist  an sich nicht schlecht und die Übergänge sind gut gemacht. Leider kommt aber eine der Geschichten deutlich zu kurz und wird am Ende schnell und simpel abgehakt. Und zwar die, die mich am meisten interessiert hätte. Das enthaltene Märchen ist gut geschrieben, spannend und unterhaltsam. Insgesamt handelt es sich hier eindeutig um einen Teil des Dunkler-Turm-Zyklus, der eher als Einzelroman verstanden werden kann. Er fügt sich zwar in eine passende Stelle der Reise des Ka-Tet ein und beinhaltet auch die ein oder andere Querverbindung zu den anderen Romanen, birgt aber kein großartiges "Mehr-Wissen". Für mich ist "the wind through the keyhole" nichts Halbes und nichts Ganzes.




Kommentare:

  1. Huhu!

    Schade, dass es dich nicht so begeistern konnte. Ich kenne den Dunklen Turm Zyklus nicht, wie so viele von King, die mir noch fehlen. Ich muss unbedingt mal wieder mehr von ihm lesen - bekomm richtig Lust dazu :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  2. Hallo :)
    den Dunklen Turm Zyklus will ich noch lesen, mir wird immer so viel davon vorgeschwärmt! :)
    Aber schade das dieser Band nicht so gut zu sein scheint!

    Liebe Grüße

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