[Rezension] Rob Zombie - Lords of Salem







Titel: Lords of Salem
Autor: Rob Zombie
Preis: 8.99 €
Seiten: 400 Seiten
Format: Taschenbuch
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 9. Dezember 2013





Als die Radiomitarbeiterin Heidi Hawthorne anonym eine Platte der Gothrockband "The Lords" zugestellt bekommt und ein Lied in ihrer Show spielt, ist auf einmal die Hölle los. Das unheimlich klingende Musikstück löst wilde Gefühle bei den Hörern aus und bald geschehen grausame Morde. Heidi selbst wird seitdem von düsteren Visionen geplagt und erlebt allerhand Sonderbares. Wer steckt hinter der Band und welchen Plan verfolgt sie?

Die Geschichte spielt in Salem, wohl DER Stadt wenn es ums Thema Hexen geht. Da ist es nicht verwunderlich, dass das Buch gleich mit einem Rückblick ins Jahr 1692 beginnt und der Blick auf einen alten Hexenzirkel fällt. Die Geschichte zieht mich sofort in ihren Bann und ich kann mir wirklich alles sehr bildlich vorstellen. Es herrscht von Anfang an eine düstere Stimmung, die einen die ganze Zeit nicht mehr loslässt.

Die Protagonistin Heidi Hawthorne ist mir irgendwie sympathisch. Zwar ein sonderbarer Vogel mit vielen Tattoos und einem eigenwilligen Kleidungsstil, außerdem kämpft sie noch immer mit ihrer Vergangenheit als Drogenabhängige, aber doch irgendwie eine Person, mit der man durchaus mitfühlen kann. Die Visionen, die sie hat, werden sehr lebhaft geschildet. Alles wirkt insgesamt beängstigend und bedrückend, Langeweile kommt beim Lesen nicht auf. Immer wieder erlebt man kleinere oder auch größere Schockmomente mit.

Zwar sind die grundsätzliche düstere Stimmung und die interessanten Charaktere (nicht nur Heidi, sondern auch ihre Radiokollegen Herman und Whitey sowie ihre Vermieterin Lacy) überzeugend, die eigentliche Story ist aber ein bisschen enttäuschend bzw. recht durchschnittlich. Mir gefiel die Idee, durch Musik grausame Gefühle hervorzurufen durchaus sehr gut, aber was dahinter steckt ist dann doch ziemlich "flach". Am Ende wird mir alles fast ein bisschen zu wild und ich stehe ratlos da, offene Fragen bleiben noch.

Ein wenig schade finde ich übrigens, dass der lokale Autor Francis Matthias, der als einziger überhaupt richtig den Morden nachgegangen ist (neee, nichts von Polizei zu lesen..), ziemlich schnell wieder von der Bildfläche verschwunden ist, ohne wirklich die Möglichkeit gehabt zu haben, etwas dagegen zu unternehmen oder wirklich alles zu begreifen.

"Lords of Salem" ist ein durchaus lesenswertes Buch mit einer guten Portion an Horrorelementen, aber nicht auf übertriebene Weise. Ich fühlte mich dadurch gut unterhalten, obwohl die Story, die erzählt wird, an und für sich ziemlich durchschnittlich und nicht besonders überraschend ist. Kein Meisterwerk, aber für kurzweilige Unterhaltung durchaus geeignet.



Kommentare:

  1. och schade....Musik und Hexen wäre ein soo tolles Thema...genau für mich ;) und dann verschwindet der einzige "Ermittler" sang-und klanglos und Polizei hat man gar keine? komisch....
    LG Martina

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    1. sang- und klanglos nicht unbedingt, aber einfach zu schnell

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  3. Hm, das Musikthema hätte mich eigentlich interessiert, aber ich mag es gar nicht, wenn man das Gefühl hat, das Handlungspotenzial einer Figur wurde nicht richtig ausgeschöpft... =/

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  4. Danke für die Rezi. Bisher hat keiner meiner abonnierten Blogs etwas darüber erzählt.
    Hatte es schon ein paar Mal in der Hand, es mir aber nie gekauft. Deine Rezension konnte mich nicht so vom Buch überzeugen. Mal sehen, vllt komme ich mal günstig dran, ganz absagen möchte ich dem Werk dann auch wieder nicht.

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